Samstag, 24. März 2012

Israel kämpft gegen Essstörung


Israel hat per Gesetz den Einsatz untergewichtiger Models in der Werbung verboten. Das Land will durch diese Maßnahme die Verbreitung von Essstörungen insbesondere bei Jugendlichen bekämpfen.

Über die gefährliche Tendenz zu Magermodels in der Modewelt und die offenbar gravierenden Folgen für das Schönheitsbild wird ja immer viel berichtet. Als erste Regierung weltweit hat nun Israel per Gesetz Magermodels in der Werbung verboten. Models müssen in Zukunft einen medizinischen Nachweis erbringen, dass sie nach dem Body-Mass-Index (BMI) nicht untergewichtig sind.

Dieses Attest muss mindestens drei Monate zurückliegen, sonst dürfen sie nicht arbeiten. Gleichzeitig wird die Werbeindustrie dazu verpflichtet, bei Kampagnenfotos anzugeben, ob die Models digital verändert und dünner gemacht wurden. Das Gesetz erhofft sich davon gegen Essstörungen und ein falsches Selbstbild in der Gesellschaft vorzugehen.

Plakate wie dieses werden zukünftig nicht mehr zu sehen sein

Mit dabei waren auch Vertreter der israelischen Modeindustrie wie der Topmodel-Agent Adi Barkan, der seit 30 Jahren erfolgreich im Geschäft ist. Er habe die letzten Jahre beobachtet, wie die Mädchen immer knochiger und kränker wurden. Viele halten das Gesetz für einen guten ersten Schritt, doch es gibt natürlich wie immer auch Kritiker.

Das Gesetz geht vielen nicht weit genug, da es nur für nationale und nicht für internationale Kampagne gelte. Zudem sage der BMI nichts über die tatsächliche Gesundheit der Models aus. Mal sehen, wie sich das Ganze in der Praxis auswirkt… Was haltet ihr von diesem Schritt?

1 Kommentar:

  1. Ich finde es gut, dass die sich überhaut drum kümmern... denn meiner Meinung nach ist es die Aufgabe der Modeindustrie drauf zu Achten, dass es Models gut geht.

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